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Medien Und Fremdenfeindlichkeit: Alltagliche Paradoxien, Dilemmata, Absurditaten Und Zynismen Bernd Scheffer

Medien Und Fremdenfeindlichkeit: Alltagliche Paradoxien, Dilemmata, Absurditaten Und Zynismen

Bernd Scheffer

Published January 31st 1997
ISBN : 9783810019172
Paperback
293 pages
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 About the Book 

Um auf eine gerechte und multikulturelle Zukunft hoffen zu konnen, brauchen wir enonn viel Phantasie. (George Lipsitz 1993)1, Medien- und Fremdenfeindlichkeit betrifft eines unserer zentralen gesell schaftlichen und politischen Probleme. Es rucktMoreUm auf eine gerechte und multikulturelle Zukunft hoffen zu konnen, brauchen wir enonn viel Phantasie. (George Lipsitz 1993)1, Medien- und Fremdenfeindlichkeit betrifft eines unserer zentralen gesell schaftlichen und politischen Probleme. Es ruckt uns weiter brennend auf den Leib: In den Tagen, in denen ich dieses Vorwort schreibe (Ende Marz, An fang April 1997) melden die Nachrichten zwei todliche Brandanschlage auf Auslanderunterkunfte in Den Haag und in Krefeld. Die deutschen Behorden sehen zur masslosen Emporung turkischer Politiker und turkischer Medien keine Anzeichen fur eine fremdenfeindliche Straftat. Inzwischen ist der Ehemann und Vater der Krefelder Opfer als dringend tatverdachtig verhaftet worden. Deutsche und vor allem turkische Medien reissen nun schlagartig das Ruder herum oder verkehren ihre Rhetorik von gestern ins pure Gegenteil. - Die Berichterstattung uber die harte Abschiebung bosnischer Kriegsflucht linge, sogar noch die Darstellung der dagegen gerichteten Proteste tragt dazu bei, dass die Zahl der freiwilligen Ruckkehrer spurbar ansteigt. - Im deut schen Fernsehen wird nicht nur den Protesten, sondern auch dem Auftritt Jean-Marie Le Pens in Strassburg und der Begeisterung seiner disziplinier ten Anhanger breiter Raum gegeben. - Die italienische Marine stosst mit ei nem albanischen Fluchtlingsschiff zusammen- mehr als achtzig Menschen (uberwiegend Frauen und Kinder) kommen zu Tode- und gerade aufgrund der besonderen Medien-Berichterstattung konnte man nun zynisch fragen, ob die italienischen Behorden jetzt nicht am Ziel waren: Weitere Fluchtlin ge wurden das Wagnis nicht mehr eingehen, aber die allgemeine Hilfsbe reitschaft ware ja immerhin gewac